Leiterplatten sind empfindliche und hochwertige Produkte. Und sie stecken heute fast überall drin: im Rasierapparat, in Haushaltsgeräten, in Maschinen und Fahrzeugen – bis hin zu hochkomplexen Anwendungen in der Industrie und Luftfahrt.
Bis eine fertige Leiterplatte das Werk verlässt, hat sie viele Produktions- und Prüfschritte durchlaufen. Sie wurde gefertigt, bearbeitet, kontrolliert und für gut befunden.
Und dann kommt der allerletzte Schritt: der Transport zum Kunden.
Eigentlich sollte jetzt nichts mehr schiefgehen. Und trotzdem kann genau hier noch ein Schaden entstehen. Wenn aus ein bisschen Bewegung ein Problem wird.
Leiterplatten sind empfindlich. Werden sie für den Transport nicht ausreichend fixiert, können sie sich innerhalb der Verpackung bewegen.
Sie rutschen. Sie wackeln. Sie stoßen aneinander. Was zunächst nach ein bisschen Bewegung klingt, kann bei einem empfindlichen Produkt Folgen haben: Kratzer oder andere Beschädigungen können dazu führen, dass die einwandfrei produzierte Leiterplatte beim Kunden nicht mehr in dem Zustand ankommt, in dem sie das Werk verlassen hat.
Und dann wird es teuer.
Denn eine Reklamation bedeutet nicht nur den Wert einer beschädigten Leiterplatte. Es entstehen zusätzlicher Aufwand, Rückfragen, Ersatzlieferungen und möglicherweise Verzögerungen beim Kunden. Im schlimmsten Fall kann der Kunde sein eigenes Produkt nicht wie geplant fertigstellen.
Deshalb darf die Verpackung nicht erst dann zum Thema werden, wenn die Produktion bereits abgeschlossen ist.
Sie ist ein Teil des gesamten Qualitätsprozesses.
Eine Möglichkeit: Leiterplatten skinnen
Eine sehr sichere Methode für den Transport empfindlicher Produkte ist das Skinnen. Dabei werden die Leiterplatten auf einem geeigneten Trägermaterial positioniert. Eine spezielle Folie legt sich über die Produkte und wird durch den Skinprozess fest mit dem Trägermaterial verbunden.
Das Entscheidende daran:
Die Leiterplatten werden fixiert.
Es bewegt sich nichts mehr. Kein Wackeln.
Kein Rutschen. Kein Aneinanderstoßen.
Die Leiterplatten bleiben während Transport und Handling dort, wo sie platziert wurden. Gerade bei empfindlichen Produkten ist das ein entscheidender Vorteil.
Die Verpackung soll das Produkt nicht nur einhüllen, wir erleben immer wieder, dass bei Verpackungen zuerst an Folie, Karton oder Verpackungskosten gedacht wird.
Für uns beginnt die Überlegung an einer anderen Stelle:
Was muss die Verpackung für das Produkt leisten?
Bei Leiterplatten lautet die Antwort unter anderem: Sie muss dafür sorgen, dass das Produkt sicher fixiert beim Kunden ankommt. Denn was nützt eine perfekt gefertigte und geprüfte Leiterplatte, wenn sie auf den letzten Kilometern zum Kunden beschädigt wird? Eine gute Verpackung schützt nicht nur das Produkt. Sie schützt auch die Arbeit und die Qualität, die vorher in dieses Produkt investiert wurden.
Reklamationen vermeiden, bevor sie entstehen
Reklamationsvermeidung ist für Produktionsunternehmen ein wichtiges Thema. Natürlich lässt sich nicht jede Reklamation verhindern. Aber Transportschäden, die durch eine ungeeignete Verpackung entstehen, lassen sich in vielen Fällen bereits bei der Planung vermeiden. Genau deshalb lohnt es sich, bei empfindlichen Produkten nicht nur zu fragen:
„Wie bekommen wir das in einen Karton?“
Sondern:
„Wie sorgen wir dafür, dass unser Produkt genauso beim Kunden ankommt, wie es unsere Produktion verlassen hat?“
Bei Leiterplatten kann Skinverpackung darauf eine sehr gute Antwort sein.
Im Video zeigen wir, wie Leiterplatten mit Folie auf dem Trägermaterial fixiert werden – und warum danach tatsächlich gilt:
Nichts wackelt. Nichts rutscht. Das Produkt bleibt an seinem Platz.
So wird aus Verpackung ein wichtiger Teil der Qualitätssicherung.